
110 Kilo Scheine
110 Kilo Scheine – Mehr Schein als Sein
Zwei Männer gefesselt am Deich. Millionen verschwunden. Und die Polizei war nicht die Polizei.
Eine angebliche Straßensperre führt einen Geldtransporter bei Altenesch direkt in die Falle. Die Täter tragen Uniformen, kennen die Abläufe und verschwinden mit 2,67 Millionen Euro. Zurück bleiben zwei benommene Fahrer – und ein Überfall, bei dem nichts dem Zufall überlassen wurde.
Als Merle Dethloff und Hannes Bäumer die Ermittlungen aufnehmen, entdecken sie einen zweiten Coup: Auch aus der Zentrale der Transportfirma fehlt Bargeld. Dort hat niemand Gewalt gebraucht. Nur genaue Kenntnisse des Sicherheitssystems.
Die Spuren führen von Bremen nach Griechenland, zu einer unauffälligen Mitarbeiterin und einem Netzwerk, in dem Vertrauen ein gefährliches Geschäft ist. Doch je näher die Ermittler den Hintermännern kommen, desto deutlicher wird: Hinter den verschwundenen Millionen steckt mehr als die Gier nach Geld. Und nicht jeder will, dass die ganze Wahrheit ans Licht kommt.
Ein Bremen-Krimi mit raffinierten Täuschungen, trockenem norddeutschem Humor.

Was unter der Oberfläche liegt
Hochglanz sieht jeder.
Was darunter steckt, sieht keiner.
Luxusyachten entstehen nicht von allein.
Sie werden geschliffen. Gespachtelt. Perfektioniert.
Schicht für Schicht. Millimeterarbeit.
Frank Rost kennt diese Welt.
Nicht vom Hörensagen. Sondern von innen.
Dann kommt der Roboter.
Ein Spachtelroboter aus Italien.
Effizient. Präzise. Unersetzlich.
Und plötzlich stirbt der Erste.
Und es bleibt nicht bei einem.
Kein Unfall.
Kein Zufall.
Mord.
Alte Strukturen geraten ins Wanken.
Interessen prallen aufeinander.
Es geht nicht mehr um Technik.
Es geht um Macht. Geld. Kontrolle.
Und um die Frage,
wer am Ende bestimmt, was sichtbar wird –
und was besser unter der Oberfläche bleibt.
Zwei junge Männer – zwei Wege voller Gefahr, Hoffnung und Zweifel. Ihre Flucht aus Mali und Syrien führt sie nach Europa. Doch Ankommen ist mehr als nur Überleben
ISBN-: 9783695132973 15,00 € inkl. MwSt. / portofrei
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Wir hätten es wissen müssen
„Der erste Beschluss des Abends: mehr Stühle. Der zweite: eine Partei." Frankfurt, März 2013, Holiday Inn, vierter Stock. Zwölf Menschen, ein Beamer, der überhitzt. So fängt es an – harmlos, fast lächerlich klein.
Zehn Jahre später ist aus den zwölf Stühlen eine Partei geworden, die den Staat umbaut. Artikel für Artikel, Verwaltungsvorschrift für Verwaltungsvorschrift. Niemand hat die Demokratie gestürzt. Sie wurde umgeschrieben, während alle zusahen.
Vier Menschen erleben, wie es geschieht. Tobias Frenzel war dabei, im Konferenzraum, am Anfang – und erzählt jetzt, was er sich damals nicht eingestehen wollte. Verfassungsrichterin Elisabeth Kern schreibt Sondervoten, die niemanden binden und trotzdem nicht verstummen. Journalistin Nora Sievers sucht nach dem Beweis, der zu spät kommt. Und die Familie Çelik-Hartmann – von Mehmets Ankunft am Duisburger Hauptbahnhof 1972 bis zu seinen Enkeln, drei Generationen später – lebt das, worüber die anderen nur reden.
„Wir hätten es wissen müssen" erzählt zehn Jahre, in denen aus Überzeugung Rechtfertigung wird und aus Rechtfertigung Gesetz. Ein Roman darüber, wie leicht sich eine wehrhafte Demokratie täuschen lässt – und wie genau man hinschauen muss, um den Moment zu erkennen, an dem es noch zu ändern gewesen wäre.
Draußen regnet es. Nicht warm. Nur kalt. Wie immer.

